Allgemeines 

Die Servicestelle für Betreuungsangebote des Amtes für Kinder Jugend und Schule ist Kooperations- und Aufsichtsbehörde für die Tagespflege im U3 Bereich in Mülheim an der Ruhr.

In Kooperation mit dem Amt für Kinder Jugend und Schule wird nach der Zertifizierung der Tagespflegepersonen, die Anerkennung/ Pflegeerlaubnis ausgestellt. Auch werden alle benötigten Unterlagen geprüft (Zertifikat, erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis).

Es werden Listen über die Einhaltung der Betreuungsstandards ausgehändigt und die Behörde überprüft die räumlichen Voraussetzungen des Pflegenestes. Das Amt für Kinder Jugend und Schule bleibt stets unsere Beratungsstelle in Personal- und Belegungsfragen. 


Ebenso kooperieren wir mit der kath. Kita Lummerland, indem wir uns an Feste& Feierlichkeiten beteiligen, an Ausflügen teilnehmen, das Aussengelände oder die Turnhalle nutzen. 



Inhalte unserer pädagogischen Arbeit

Wir möchten sowohl glückliche und gut entwickelte Kinder als auch zufriedene, gut beratene und informierte Eltern.

Kindertagespflegekräfte haben neben den Aufgaben der Erziehung und Betreuung auch einen Bildungsauftrag, der sich an den spezifischen, altersstrukturell bedingten Bedürfnissen der Kinder orientiert. Damit wird ein wichtiger Aspekt in den Vordergrund gerückt: Die ersten Lebensjahre sind die lernintensivste Zeit im menschlichen Dasein. Der Zusammenhang zwischen Bindung und Bildung ist uns hier sehr wichtig, Um eine gute Bindung als Grundlage schaffen zu können, ist per Pflegeerlaubnis jedes Kind einer Tagesmutter direkt zugeordnet. Das Kind hat demnach eine gleichbleibende zuverlässige Bezugsperson.

 

Für eine gute und adäquate Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihren Kindern ist es in erster Linie wichtig, den Kindern ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Die Voraussetzung dafür bildet eine vertrauensvolle und enge Beziehung zwischen Tageskindern und Tagespflegekräften. Um dieses zu erzielen, arbeiten wir schon zu Beginn mit dem Berliner Eingewöhnungsmodell.

Wir sehen jedes Kind mit seinen individuellen Interessen und Bedürfnissen- zum Teil geprägt durch familiäre, kulturelle oder soziale Hintergründe. Es ist wichtig, diese Bedürfnisse zu erkennen, zu verstehen und darauf einzugehen.

 

Betreuung

Unsere Betreuung wird im Rahmen von maximal 9 gleichzeitig anwesenden Kindern erfolgen. Diese werden durch 2 Bezugspersonen in einer familiären Atmosphäre im Tagesablauf begleitet. Der Tagesablauf soll sich für die Eltern und Kinder als vorhersehbar, überschaubar und strukturiert herausstellen. Eine wohnliche Einrichtung wird unser Konzept dabei unterstreichen. Auch die Bewältigung des Alltags im eigenen Heim wird so für die Kinder und Eltern erleichtert und stellt keine große Umstellung dar.

Wir bieten den Kindern ein sicheres Umfeld, nicht nur im Hinblick auf die Räumlichkeiten und die Gesundheit hinsichtlich der Ansteckungsgefahr, die durch die geringe Kinderanzahl in Grenzen gehalten wird, sondern auch durch den Umgang mit den Kindern.

Im Interesse der Kinder erledigen wir unsere Betreuung mit viel Aufmerksamkeit, um so schnell und individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können.

Ebenso legen wir großen Wert auf den Kontakt zu den Eltern. In entsprechenden Einzelgesprächen mit den Eltern in regelmäßigen Abständen, möchten wir diese über die Entwicklung ihrer Kinder in Kenntnis setzen und ihnen bei Bedarf auch gerne mit Tipps, Rat und Tat, eventuell auch Anleitung zur Seite stehen. Dies möchten wir  durch das Verleihen von passenden Lektüren und Büchern unterstützen. Auch Kurse zu Themen wie zum Beispiel „Entwicklung der Kinder“ möchten wir in den Abendstunden von Zeit zu Zeit und auf Nachfrage anbieten.

 

Erziehung

Unsere Erziehung zeichnet sich durch Konsequenz in Verbindung mit festen Regeln und Grenzen aus. Doch als genauso wichtig empfinden wir das gemeinsame Verhandeln von Kompromissen mit den Kindern. Das Loben und individuelle Belohnen ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Erziehung und schließt auch das Bestrafen von Kindern aus. Als Vorbild für die Kinder möchten wir sie zu Mitgefühl motivieren,  sie  zum Ausprobieren ermutigen, ihre Neugier wecken und antreiben, selbst Lösungen für Probleme zu finden. Mit dem Ziel, ein soziales Glied der Gesellschaft zu sein, möchten wir den Kindern Werte wie Höflichkeit, Sensibilität, Sauberkeit, Ordnung und Moralempfinden vermitteln.

Erzieherische Probleme möchten wir schnell und kindgerecht lösen.

 

Bildung

Die Voraussetzung für die frühkindliche Bildung ist eine stabile Bindung. Aus diesem Grund legen wir besonderen Wert auf eine gute Beziehungsqualität, um so die Lernprozesse auf ein individuelles Maximum zu erweitern und einen Grundstein für den Lernerfolg im weiteren Leben zu legen. Nur so ist es den Kindern möglich, sich gut auf neue Lerninhalte einzulassen.


Säulen unserer Arbeit

Regeln und Grenzen

Rituale und Regeln begleiten uns schon von Geburt an und sind ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft, auch wenn wir sie nicht immer bewusst wahrnehmen. Jede Familie hat ihre eigenen Regeln und Rituale. Durch ständiges Wiederholen wird das Gedächtnis und Denkvermögen indirekt geschult. Zudem gibt es dem Kind Sicherheit und Geborgenheit.

Aufgrund der Wichtigkeit für ein soziales Miteinander, werden Rituale und Regeln auch in unserer Pflegenestalltag eine Rolle spielen; zum Beispiel durch eine Begrüßung / Verabschiedung mit der Hand, einen Morgenkreis, ein gemeinsames Frühstück / Mittagessen, gemeinsames Händewaschen / Zähneputzen sowie das gemeinsame Aufräumen während bzw. nach dem Freispiel.

Es ist wichtig,  Regeln und Grenzen zu setzen, um ein angenehmes Zusammenleben für alle Kinder zu gewährleisten und ihnen Sicherheit durch ein konsequentes Verhalten unsererseits zu geben. Diese Regeln werden gemeinsam mit den Kindern besprochen und ggf. mit Schildern nochmal verstärkt signalisiert. 


Sauberkeitserziehung – Bedeutung des Kindes beim Wickelvorgang

Die Sauberkeitserziehung ist für die meisten Eltern gerade im zweiten Lebensjahr eine wichtige Sache. Viele Eltern machen sich und dem Kind den Druck, schnellstmöglich sauber zu sein, damit es in den Kindergarten darf. Heutzutage ist dem aber nicht mehr so. Man sollte gerade dem Kind den Druck nehmen. Jedes Kind signalisiert individuell für sich, wann es soweit ist. Denn genauso wie es lernen musste, zu laufen und zu sprechen, gehört auch die Sauberkeitserziehung. Die Nervenbahnen sowie die Muskulatur des Schließmuskels müssen erst richtig ausgebildet sein.

Sollten Eltern merken, dass Kinder das Interesse zeigen z.B. ohne Windel zu sein, die Toilette aufzusuchen usw. ist es wichtig in Kooperation mit uns Tagesmüttern zu treten, damit wir bei der Umsetzung mitagieren können.

 

Schlafen

    Es gibt nach dem Frühstück das Angebot einer Schlafphase für kleinere Kinder. Kinder, die das Schlafen / die Ruhe selbst fordern, bekommen selbstverständlich auch zwischendurch die Gelegenheit dazu. Unserer Überzeugung und Erfahrung nach ist dieser Ablauf für die Kinder wichtig, um neue Energie zu sammeln und den ersten Teil des Tages zu verarbeiten.

    Nach dem Mittagessen gibt es für alle Kinder, die bis 14.00 Uhr bleiben, eine Mittagsruhe von 

    ca.12.30 – 14.45 Uhr mit Schlafwache (individuell nach den Bedürfnisse des Kindes und nach Abspache der Eltern= . Die Kinder kommen nach einem anstrengenden, arbeitsintensiven Tag zur Ruhe. Dieses Schlafangebot dient zur Stressbewältigung und Verarbeitung von Alltagssituationen.


    Gesundheit, Verpflegung /Ernährung - gemeinsame Mahlzeiten

    Die Gesundheit und Ernährung der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Deshalb werden wir schon von Beginn an gemeinsam mit den Eltern besprechen, welche Impfungen, Allergien, Unverträglichkeiten usw. die Kinder haben. Auch werden wir stark darauf achten, dass alle hygienischen Maßnahmen getroffen worden sind.  Dass gemeinsame Hände waschen, sowie das regelmäßige Windeln wechseln gehören für uns zur Körperhygiene dazu.

    Informationen über ansteckende Krankheiten werden sofort an die Eltern weitergeleitet.

    Ebenso werden wir darauf achten, dass wir den Kindern ein ausgewogenes, abwechslungsreiches, kindgerechtes Essen anbieten. Je nach Entwicklungsstand haben die Kinder die Möglichkeit, bei der Zubereitung der Mahlzeit (Frühstück, Mittagessen oder Snack) mitzuwirken. Die von uns geplanten Mahlzeiten werden an die Infotafel für die Eltern gehangen. An Geburtstagen dürfen die Kinder, nach Absprache, z.B. einen Kuchen mitbringen.


    Eingewöhnung

    Damit eine gute Eingewöhnung stattfinden kann, benötigen die Eltern, Kinder sowie die Tagespflegekräfte viel Geduld und Vertrauen. Eine Eingewöhnung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Hier ist es davon abhängig wie schnell das Kind eine Bindung zu den Tagespflegekräften aufbaut. Es ist wichtig, dass das Kind von einer Bezugsperson (im besten Fall immer dieselbe) begleitet wird. Diese Bezugsperson sollte beim Kind keinen Druck aufbauen, dass man schnell gehen möchte, sondern ihnen das Gefühl geben, gerne mit ihnen da zu sein. Damit für uns eine gute Eingewöhnung funktioniert, arbeiten wir nach den Berliner Eingewöhnungsmodell.

     

    Berliner Eingewöhnung

     1- 3 Tage

    ·         Kind bleibt mit der Bezugsperson 1-2 Stunden im Pflegenest, hier ist eine Mitnahme eines

               Kuscheltieres wünschenswert.

    ·         In dieser Zeit findet kein Trennungsversuch statt.

    ·         Bezugsperson verhält sich eher passiv, damit die Tagespflegekräfte erste Kontaktversuche

               starten können.

    4. Tag

    ·         Erster Trennungsversuch

    ·         Mitnahme eines Kuscheltieres

    ·         Bezugsperson verabschiedet sich nach ein paar Minuten- klare Verabschiedung

    ·         Kommt nach 30 Minuten wieder. Bleibt in der Nähe und telefonisch erreichbar.

     

    5. Tag

    ·         Dauer/ Zeit der Trennungsphase wird besprochen. (Davon abhängig wie sich das Kind an Tag

               4 verhalten hat.)

    ·         Klare Verabschiedung nach ein paar Minuten.

    ·         Bezugsperson bleibt wieder erreichbar

    ·         Kuscheltier mitbringen 

    ·         Sollte ein Trennungsversuch nicht möglich sein, werden wir an Tag 7 einen neuen Versuch

               starten.

     

    7.Tag- 14. Tag

    ·         Individuell wird über die Dauer der Trennungsphase entschieden


    14. Tag-21. Tag

    ·         Dieser Zeitraum ist möglich wenn die Trennungsphase von Beginn an kompliziert verläuft

               und das Kind nicht so schnell eine Bindung zu den Tagespflegekräften aufbauen kann.

      

    Die Eingewöhnung ist dann beendet, wenn sich das Kind schnell von der Tagesmutter trösten lässt und für eine längere Dauer ohne Bezugsperson im Pflegenest bleiben kann. 


    Übergang in den Kindergarten

    Genau wie bei der Eingewöhnung benötigt das Kind auch beim Abschied Zeit. Das heißt, man sollte das Kind mindestens zwei Wochen vor dem Wechsel in den Kindergarten oder einer anderen Kindertagespflege darauf vorbereiten. Wir werden gemeinsam mit dem Kind in Form einer kleinen Feier den Abschied bestmöglich gestalten. Auch hierfür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Tagespflegekräfte dringend erforderlich.


    Elternarbeit/ Elternmitarbeit

    • Aufnahmegespräch
    • Kennenlern-Nachmittag
    • Tür-und Angelgespräche- Information für Einzelne
    • Aushänge an der Pinnwand- Information für alle Eltern
    • Einzelgespräche nach Absprache / Elternsprechnachmittage- Nach individueller Absprache mit den Eltern jedes Kindes, findet ein Elterngespräch statt. Die Tagespflegekräfte geben überblick über das Kind in der Gruppe, den individuellen Entwicklungsstand, Beobachtungen sowie Fortschritte, Besonderheiten oder Probleme/ Auffälligkeiten. Ebenso Teilen Eltern uns Zustand, Situation und Verhalten von Zuhause mit.
    • Familiennachmittag (z.B. Großelternnachmittag)
    • Spielenachmittag
    • Elternabend- Rückblick, Vorschau und Planung, Themen und Terminabsprachen
    • Gemeinsame Aktivitäten z.B. Muttertagscafe´, Großelternnachmittag

     

    Es kommt nicht auf die Zahl der Aktivitäten an, sondern auf deren Qualität. Es kommt nicht auf Service seitens der Tagespflegekräfte an, sondern auf ein vertrauensvolles Miteinander.


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    Dann zögern Sie nicht und melden Sie sich :-) 



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